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Photo © Andreas Bitesnich
Oliver Kahn
Weiter, immer weiter!

Oliver Kahn als Redner beim Internationalen Alpensymposium in Interlaken

Oliver Kahn hat den Sprung vom Profisportler zur zweiten Karriere geschafft.
In seiner Rede beim Internationalen Alpensymposium in Interlaken erklärt er, wie man als Profisportler auch nach seiner aktiven Karriere langfristig erfolgreich sein kann.

«Die permanent gute Leistung ist der Unterschied zwischen den richtigen Stars und den medialen Sternchen», hielt Kahn fest.
In einer Medienwelt, die sich immer wie stärker für Boulevardthemen interessiert, werden Sportler heute aufgrund ihres Umfelds immer früher zu Stars stilisiert, die sie gar nicht sind. Für die Karriere nach der Karriere sei es für Sportler wichtig, dass sie in die eigene Marke investierten, so Kahn: «Man kann von der Vergangenheit nicht ewig weiterleben.» In der heutigen Medienlandschaft ist eine andauernde Präsenz wichtig, weil die Aufmerksamkeitsspanne für Einzelanlässe immer kleiner wird.
Für Kahn ist dabei klar, dass das Bild, welches ein Sportler von sich verbreitet, mit seinem Selbstbild übereinstimmen muss. Er widersprach der Ansicht, dass dieses Bild möglichst keine Kanten aufweisen darf, um die Gunst der Sponsoren zu gewinnen. «Die Persönlichkeit macht den Unterschied zwischen Erfolg und Mittelmass», so Kahn. Er, der als kantiger, manchmal gar grimmiger Sportler bekannt wurde, hat dies so erlebt. Er brachte aber auch andere Beispiele. David Beckham sei der erste gewesen, der mit Tattoos auf dem Platz und mit Frauenkleidern neben dem Platz zu einer eigenen Marke geworden sei. Das sei auch möglich, ohne Frauenkleider anzuziehen, meinte Kahn mit einem Schmunzeln. «Die Kunst besteht darin, übliche Wege zu verlassen», so Kahn. Er selber hat das sicher vorgelebt. Leistung, Persönlichkeit, Präsenz: Das sind für ihn die entscheidenden Schlagworte.

Weitere Redner beim Alpensymposium waren Wikipedia-Gründer Jimmy Wales sowie der Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann.

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